Halbinsel Setúbal
Über die Ponte do 25 de Abril gelangt man in den Süden Lissabons, in die Serra da Arrábida. Es zeigt sich ein mächtiger Gebirgszug, eine blühende Pflanzenvielfalt und ein prächtiger Ausblick über die Küstenlandschaft. Die Gegend ist ruhig, von Lissabon ist hier kaum mehr etwas zu spüren. Das Städtchen Sesimbra gilt als stimmungsvolles Fischerdorf mit Charme. In Portinho da Arrabida oder Tróia kann man an schönen Stränden baden.
Die Region von Setúbal mit seinen Küsten, Bergen und Ebenen umschliesst, ein Gebiet reich an natürlichen, landschaftlichen, sozioökonomischen und kulturellen Schätzen, die ihr eine einzigar tige Viehalt verleihen.
In diesen Gebieten, in denen die Natur eine so wichtige Rolle spielt, soll eine engere Verbindung zwischen ihr und dem Menschen hergestellt werden. Hier sollen ihre traditionellen Reichtümer und Tätigkeiten wiederbelebt werden und ihr ein gleichgewichtiges und harmonisches Wachstum ermöglicht werden.
Naturpark von Arrábida
Entlang der Küste zwischen Setúbal und Sesimbra erstreckt sich die Serra da Arrábida, ein Kalksteingebirge mit ursprünglicher Mittelmeervegetation. Es bildet den Kern des Naturparks von Arrábida und seine Formation liegt 180 Mio. Jahre zurück. Der gute Boden und das extrem milde Klima, eines der angenehmsten Portugals, begünstigen eine üppige Vegetation; manche Buscharten erreichen hier die Höhe von Bäumen.
Der Naturpark von Arrábida wurde 1976 geschaffen und umfasst ein Gebiet von 10.800 ha zwischen Setúbal, Palmela, Azeitão, Sesimbra und dem Atlantik. In der Gebirgslandschaft von Gaiteiros, S. Luis, S. Francisco, Louro und Risco fällt die 499m hohe Serra da Arrábida abrupt zum Meer ab und bietet ein Bild von seltener Schönheit, in dem sich das Grun der Pflanzen und das Weiss des Kalksteins harmonisch verbinden. Hier lässt, sich die Intensität der Natur am besten nachempfinden. Sogar Dichter wie Sebastião da Gama fanden hier Inspiration.
An der Küste zeichnet sich zwischen herrlichen Stränden und kristallklarem Wasser die Silhouette von Bergen ab, auf deren einsamen Höhen einige Raubvogelarten ihr Refugium gefunden haben und auf denen eine typische Küstenflora gedeiht. In der Serra do Risco erhebt sich der mit 380m über dem Meeresspiegel höchste Gipfel der Kuste des portugie sischen Festlandes. Der Creiro, ein Gebiet, um die Pedra da Anicha herum, einer Insel im Atlantik, hat eine einzigartige Unterwasserflora und bietet der Tierwelt des Naturparks Schutz.
Naturschutzgebiet der Sado-Mündung
Im Süden der Halbinsel von Setúbal befindet sich im Mündungsgebiet des Sado eine abwechslungsreiche Landschaft mit grossen Landgütern. Diese integrieren sich in bedeutende Gebiete land- und forst- wirtschaftlicher Nutzung, Fischereizonen, Fanggebiete von Meerestieren, Flächen zur Salzgewinnung und extensiven Wassernutzung, in Siedlungs- und Freizeigebiete, Gegenden von grosser geschichtlicher Bedeutung und nicht zu vergessen die grosse landschaftliche Vielfalt wie Dünen, Sümpfe, Seen un Riede.
Zum Schutz der Natur und zur Wahrung der Reichtümer, die dieses reizvolle Mündungsgebiet birgt, wurde im Jahre 1980 das Naturschutzgebiet der Sado-Mündung mit einer Fläche von 23.160 ha geschaffen, das einen grossen Teil der Mündung und ihrer Ufer einschliesst.
Die Natur dieses Gebietes weist eine grosse Artenvielfalt auf, von der Salzwasservegetation am Rand der Mündung über die Flora der Sümpfe bis zu den unzähligen Pflanzen- und Tierarten der Wattlandschaft, die auf das Kommen und Gehen der Gezeiten warten, anmutige Delphine, weisse Reiher, Weissstörche, Stelzenläufer, Löffelreiher, rosa Flamingos, Wildenten, Säbelschnäbler, Raubvögel und sogar der europäische Fischotter, der Marder, das Damwild und viele andere Tiere zeugen von dem reichen Leben des Mündungsgebietes. Im Reservat in den Dünen der Halbinsel von Tróia wird besonders die charakteristische und vielfältige Pflanzenwelt geschutzt, die auf der Meeresoberfläche und in der Mündung gedeiht.



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