Die Regionen
Um die geographischen Wesenszüge Brasiliens mit einheitlichen Kriterien beschreiben zu können, hält man sich an die herkömmliche Gliederung in fünf Großräume:

Norden (Norte) bzw. brasilianisches Amazonasgebiet
Der Norden ist Brasiliens Waldgebiet. Es umfaßt 42% des Landes und schließt die Staaten Amazonas, Pará, Rondônia, Acre und Tocantins sowie die Territorien Amapá und Roraima ein. Dies ist Brasiliens dünnst besiedeltes Gebiet, in dem auch die meisten Indianer des Landes leben. Die bedeutendsten Städte der Region sind Manaus und Belém, von denen Manaus am Rio Negro und Belém am Rio Amazonas liegen.
Nordosten (Nordeste)
Der Nordosten ist Brasiliens ärmste Region. Dort ist noch viel des kolonialen Brasilien erhalten. Er ist auch das Gebiet des Landes, in dem der afrikanische Einfluß noch am deutlichsten zu erkennen ist. Es umfaßt 18% der Fläche des Landes und besteht aus den Staaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Paraíba, Rio Grande do Norte, Ceará, Piauí und Maranhão. Diese Staaten werden nochmals in das Küstengebiet "Zona da Mata" und den "Sertão - das trockene Landinnere" unterteilt.
Südosten (Sudeste)
Der Südosten ist der entwickelte, urbane Teil Brasiliens. Die Staaten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais und Espírito Santo nehmen zusammen 10% des nationalen Territoriums ein, halten aber einen Bevölkerungsanteil von 43 und 63% der gesamten industriellen Produktion des Landes.
Südbrasilien (Sul)
Im Süden ist Brasilien stark europäisch beeinflußt. Hier liegen die wohlhabenden Staaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul.
Mittelwesten (Centro-Oeste)
In früheren Zeiten hieß der Mittlere Westen, der etwa 22% des brasilianischen Territoriums einnimmt, "Mato Grosso - dichter Wald". Diese Region schließt die Staaten Goiás, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und den Bundesbezirk von Brasília ein.

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