Insel São Jorge
Die Insel São Jorge hat eine langgestreckte Form, ist 56 km lang und 8 km breit, und bedeckt eine Landfläche von 246 Quadratkilometer. Sie liegt 20 km von Pico, 60 km von Terceira und 30 km von Graciosa entfernt.
Die Insel ist in zwei Bezirke eingeteilt. Beide, Calheta und Topo, bieten architektonisch interessante Gebäude, obwohl ihr Reichtum häufig von Erdbeben beschädigt wurde.
In Velas geben viele Herrenhäuser noch Zeugnis von seiner edlen Vergangenheit. Imposant sind auch die Pfarrkirche São Jorge, die Kirche Nossa Senhora da Conceição, das Rathaus, der Portão do Mar (das Tor des Meeres) und das Kirchenmuseum.
In Calheta ist die Kirche Santa Catarina mit einem aus vergoldeten Schnitzereien bestehendem Hochaltar und Statue der Schutzpatronin besuchenswert.
Außerdem die Kirche Santa Bárbara in Manadas, eine der schönsten Beispiele des Portugiesichen Barocks, die Kirchen Nossa Senhora do Rosário und São Francisco in Topo und die Kirche Santiago Maior in Ribeira Seca, ebenso wie die Kirchen von Norte Grande und Norte Pequeno.
Wichtig sind auch Casa dos Tiagos in Topo, ein Zeichen der edlen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Architektur der Insel, mit Glockenturm, die Kapelle Jesus da Boa Morte in Urzelina und die Casa Gaspar da Silva in Ribeira Seca.
Im Gegensatz zu der Gebirgskette, von der die Insel durchgezogen wird, liegt die stark zerklüftete Küste mit ihren sanften Fajãs (Ebenen). Sie entstanden durch Erdrutsche oder Anschwemmungen. Im Laufe der Jahre wurden sie zu fruchtbaren Obstgärten, Yamplantagen und Maisfelder verwandelt. Dank des entsprechenden Mikroklimas, gedeihen auf ihr einige Kaffeeplantagen, tropische Früchte und schöne Drachenbäume.
Die Fajã der Caldeira do Santo Cristo ist für Herzmuscheln berühmt, die Fajã do Cubre für ihren See, und die Fajã do Ouvidor für ihre Lage am Meeresrand. Die anderen bieten alle eine unvergeßliche Schönheit.
Die kleine Felseninsel Topo vor der östlichen Landzunge ist besuchenswert, sie ist Brutplatz für zahlreiche einheimische- und Zugvögel und ist wegen der noch wachsenden endemischen Flora zum Naturschutz erklärt worden. Auch die Felseninsel Rosais im Westen wird von Seevögeln besiedelt.
Der höchste Punkt ist Pico da Esperança im Mittelplateau (1.053 m). Von oben bildet sich ein herrliches Landschaftsbild auf die Insel. In der Ferne liegen Graciosa, Pico, Terceira und Faial.
Im Plateau von Pico do Areeiro und Pico das Caldeirinhas bis zum Pico Carvão und Morro Pelado gedeiht die ursprüngliche Flora der Insel. Drei Naturschutzgebiete sind daher entstanden, sie sind benannt nach den vier Picos.
Großartige Bilder bieten die verschiedenen Aussichtspunkte; erwähnenswert ist Ribeira do Almeida, Fajã das Almas, Urzes, Fajã dos Cubres und Norte Pequeno, wie auch die Forstparks Sete Fontes, in Rosais, und Silveira, in Ribeira Seca.


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